Erg Chigaga – Eine Nacht in der Wüste

Von Ouarzazate aus ging es für uns fünf mit dem Gespann Richtung Dra-Tal. Dies ist neben dem Tafilalet, die zweite große Flussoase am Nordrand der marokkanischen Sahara. Die N9 führt uns zunächst nach Agdz, wo Donnerstags immer ein Souk stattfindet. Ein super Anlass für eine Pause. Der Markt war absolut sehenswert, neben Gewürzen, Kaffee, Gemüse und Obst gab es für Michi in der „Foodcorner“ auch einen Art Kebab und Fisch im Fladenbrot als Mittagsessen.

Ein wenig Stroh für den Tiermarkt auf dem Souk…
Toller Stellplatz unter Palmen
Sanddüne von Tinfou, ein riesen Sandkasten!

Unser Ziel im Dra-Tal ist zunächst Zagora. Wie nicht anders zu erwarten, ist unser Campingsplatz direkt im Palmenhain. Bei unserer Ankunft wurde ein Teppich vor unserem Wohnwagen ausgerollt und uns wurde ein typisch marokkanischer Minztee zur Begrüßung gereicht. Zwischen den riesigen Palmen stehen wir mit unserem Wohnwagen bereits nun die vierte Nacht auf dem Campingplatz „Oasis Palmier“. Der Platz ist super gemütlich, die Duschen sauber und mit heißem Wasser. Wir sind glücklich mit der Platzwahl und würden immer wieder hierher kommen. Wir machen von hier aus kleine Ausflüge in die Stadt, ins Umland (z.B. Tinfou) oder auf Märkte in der näheren Umgebung. Der schönste Ausflug von Zagora aus geht zweifelslos in die atemberaubende Sandwüste. Von dem noch rund 90km entfernten Mhamid beginnt unsere im Vorfeld gebuchte Wüstentour.

Souk am Samstag in Tamgroute.
„Piste“ in der Wüste.

Unser Guide Hamidi hat uns mit seinem Jeep von Mhamid in das 60Km entfernte Camp im Erg Chigaga gebracht. Allein diese Fahrt war der Wahnsinn. Vorbei an Dromedarherden, verschiedenste Pistenformen (Sanddünen, Steinpisten, ….), ein „Auf und Ab“ und wir fünf hatten eine Menge Spaß. Wir wissen jetzt wie eine Fata Morgana in der Wüste wirklich aussieht und das es Mitten in der Wüste einen Brunnen und auch Bienenstöcke gibt.

Eine wilde Dromedarherde im Erg Chigaga.

Die Kids holten angekommen im Zeltlager direkt ihr Sandspielzeug raus und konnten selbst nicht richtig fassen, wo sie nun wirklich sind. Nach einem Minztee und leckerem Gebäck im Camp durften wir fünf dann noch eine Dromedartour durch die toll geformten Sanddünen machen. Die Geräusche, die die Tiere dabei machen sind manchmal schon wirklich komisch. Die Kids haben jetzt live erlebt was „Wiederkäuer“ sind und uns ist wieder einmal bewusst geworden wie groß diese Tiere doch eigentlich sind. Auch der Sonnenuntergang war wunderschön. Auf dieser Reise haben wir bislang wirklich viel Glück mit dem Wetter!

Familienausflug auf dem Rücken der Dromedare.

Zum Dinner gab es eine typisch marokkanische Suppe und Tajine, die wir im „Resto“ (einem richtigen Zeltrestaurant) zu uns nehmen durften.

Den Abend durften wir am Lagefeuer mit orientalischer Musik in Form von Trommeln und Gesang ausklingen lassen. Der Sternenhimmel war so phänomenal, wie man ihn sich in der Wüste vorstellt, Anzumerken sei noch, dass wir in dem Camp an diesem Tag die einzigen Gäste waren und sich aller wirklich sehr herzlich nur um uns bemüht haben. Die Marokkaner sind einfach zum größten Teil sehr herzlich und super kinderfreundlich!

… unser Camp!

Die Nacht war sehr kalt, doch unter unserer riesigen Deckenschicht musste keiner im Zelt frieren. Gestärkt nach einem guten Frühstück und einem schönen Sonnenuntergang sind wir noch gemeinsam auf die größte Düne, in der näheren Umgebung geklettert. Oben angekommen hat man ein Gefühl der absoluten Freiheit.

Ein unglaublicher Ausflug an den wir uns noch sehr lange erinnern werden. Toll dieses als Familie erleben zu dürfen!

Toller Spaziergang in den Sanddünen.

Heute waren wir der algerischen Grenze damit sehr nah. Morgen wollen wir weiter in den Westen (über die N 12) Richtung Küste fahren. Wir sind gespannt was uns die nächsten Wochen noch alles erwartet.

Simone Starp Verfasst von:

3 Kommentare

  1. Frauke
    Februar 26, 2019
    Antworten

    Das klingt wirklich super abenteuerlich ä, aufregend und sehr schön!

  2. Jürgen Schiessleder
    Februar 27, 2019
    Antworten

    ich hoffe, Ihr habt eine Kompass im Auto.
    Wenn nicht , dann ein Tipp: im Osten geht die Sonne auf und im Westen unter

    J.S.

    • Michael
      Februar 27, 2019
      Antworten

      Hallo J.S.,
      ja, unser T5 Multivan hat zum Glück das große Radio mit Navi und Kompass! Somit wissen wir immer, in welche Richtung wir fahren müssen 😉

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